Sep 20

Der vi ist ein, wenn nicht sogar das Urgestein der Texteditoren. Nachdem ich die bürointerne Wette verloren habe, wer älter ist – ich oder der vi, habe ich mich gefragt, was ein Einsteiger vom vi wissen muss, um mit ihm die ersten Schritte zu wagen.

Vielleicht als erstes die Vorteile. Der vi ist auch heute nach 34 Jahren (und damit ist er leider jünger als ich :-( ) auf jedem Unix basiertem Betriebssystem vorhanden und kann mehr als sein Windows Pendant Notepad, den man wie es der Name schon sagt, nur in Notlagen benutzen sollte.

Wo viel Sonne ist, da ist auch Schatten. So ist die Befehlssyntax des vi sehr komplex und auch die voneinander getrennten Befehls- und Eingabemodi tragen nicht unbedingt zu einer intiuitiven Bedienung bei.

Wenn wir schon bei den Stati sind – eigentlich sind es drei. Der Kommandozeilenmodus und wie schon erwähnt der Befehls- und der Eingabe/Änderungsmodus. In der folgenden Übersicht sind die Befehle aufgeführt, die den Wechsel zwischen diesen Stati erlaube:

Der Aufruf ist mit:

vi <Dateiname>

recht simpel. Die Befehls- oder Kommandosyntax ist dagegen recht komplex. Sie läßt sich aus meiner Sicht aber gut in die Kategorien allgemein und die Bearbeitung von Zeilen, Zeichen bzw. Wörtern zusammenfassen:

Eigentlich gibt es nur 2 Reaktionen auf den vi – entweder man liebt ihn oder man verflucht ihn. Passend dazu noch 2 kleine Zitate aus dem Wikipedia Artikel:

Vi – It’s small but smart.
(Vi – Es ist klein, aber schlau.) Chris Snowwhite

vi has two modes: beep constantly, and break everything
(vi hat zwei Betriebsarten: Pieps dauernd rum und mach alles kaputt) Unbekannter Autor

Wer es etwas komfortabler mag, sollte sich den vim (Vi IMproved) anschauen, der auf Linux Systemen den vi ablöst und den Schmerz etwas lindert. :-)

Links:
Mindmap – vi Editor für Einsteiger (pdf)

geschrieben von gklinkmann \\ tags:

Jun 22

Die Arbeit mit Dateien erledigt man unter Windows mit dem Explorer. Das klappt soweit auch ganz gut, sofern in einem Verzeichnis in der ersten Ebene nicht über 100000 Dateien liegen. Versucht man so ein Verzeichnis mit dem Explorer zu öffnen, tut sich da erst einmal gar nichts mehr.

Doch wie ermittelt man die Anzahl der Dateien in so einem Verzeichnis?

Ist die Windows Powershell installiert, ist dies mit folgendem Befehl möglich:

(Get-ChildItem D:\data).Count

Hat man noch XP und keine Powershell bietet sich Cygwin als Alternative an. Cygwin ist eine Implementierung von Unix Tools für Windows. Diejenigen von Euch, die wie ich lieber mit Unix basierten Systemen arbeiten, ziehen der Powershell die Bash sicherlich vor und ermitteln die Anzahl der Dateien auf diese Weise:

find /cygdrive/D/data -type f|wc -l

Schneller fertig, war in meinem Fall Cygwin. Noch ein Grund mehr sich dieses nützliche Tool zu installieren, wenn man schon mit Windows arbeiten muss. Ein Umstieg auf Linux oder MacOS wird dadurch auch leichter. :-)

geschrieben von gklinkmann \\ tags: ,

Nov 30

Als Tastatur Junkie muss ich mich dieser Aktion einfach anschließen. :-)

klick dich nicht weg
Quelle: aptgetupdate

via: aptgetupdate

geschrieben von gklinkmann \\ tags: ,

Sep 30

Ich habe gerade einen Artikel über die 100 vim Befehle gelesen, die jeder Programmierer kennen sollte.
Den vim (Vi IMproved) habe ich hier im Blog schon einmal kurz vorgestellt.

Bei der Durchsicht der Liste, der 100 besten vim Befehle, habe ich wieder einmal viel gelernt über diesen Konsolen Editor, aber auch alt bekannte und lieb gewonnene Funktionen entdeckt. Meine absoluten Favoriten sind:

  • :syntax on zum anschalten der Syntax Hervorhebung (syntax highlighting)
  • die Befehle zum Einrücken von Code
    :set autoindent Einrücken anschalten
    :set smartindent intelligentes Einrücken anschalten
    :set shiftwidth=4 Definieren von 4 Leerzeichen als Einrückgröße
    ctrl-t, ctrl-d Ein/Ausrücken im insert mode
    >> Einrücken im Befehlsmode
    << Ausrücken im Befehlsmode
  • Die Interaktion mit Unix
    :!pwd Ausführen vom “pwd” Unix Befehl und dann zum vim zurückkehren
    !!pwd Ausführen vom “pwd” Unix Befehl und das einfügen der Ausgabe in die Datei
    :sh temporärer Ausflug auf die Unix Shell
  • :%s/old/new/g Ersetzen von “old” durch “new” in der gesamten Datei

Welche Editoren für die Konsole nutzt Ihr? Und falls der vim dabei ist, auf welche Befehle könntet ihr nicht verzichten?

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Sep 25

Um sich den Desktop eines entfernten Rechners auf seinen PC zu holen gibt es unterschiedliche Lösungen. Im Windows Umfeld gibt es RemoteDesktop für 1:1 Verbindungen und ansonsten den Terminal Server, für den gleichzeitigen Zugriff mehrere Benutzer den entfernten Desktop.
Ein großer kommerzieller Anbieter, der auch vielen bekannt sein dürfte, ist Citrix.

Möchte man kein Geld ausgeben landet man schnell bei VNC und seinen Derivaten (wie z.B. UltraVnc).

Ich persönlich nutze für Windows ebenfalls Microsofts eigene Lösung RemoteDesktop, da sie in Sachen Performance die Nase klar vorn hat. Für einen Linux Desktop (übrigens KDE auch weil er schneller ist als Gnome) musste ich dann allerdings auf VNC zurückgreifen.

Unzufrieden über die Performance dieser Lösung, habe ich schon die ganze Zeit nach einer Alternative gesucht und sie jetzt mit FreeNX von NoMachine gefunden. FreeNX ist nicht nur performanter, sondern geht auch in der Server Version schonender mit den Systemresourcen um. In der kostenlosen Version ist FreeNX auf 3 gleichzeitige Benutzer beschränkt (was mir persönlich aber auch reicht).

Nach dem download (für Kubuntu stehen auf der nomachine Seite *.deb Pakete zur Verfügung), müssen die Pakete für den Server Betrieb (also auf dem Linux System, was den Desktop bereitstellen soll) in folgender Reihenfolge eingespielt werden:

> sudo dpkg -i nxclient_3.3.0-6_i386.deb
    ...
    Paket libaudiofile0 ist nicht installiert.
    ...
# Auflösen der Abhängigkeiten
> sudo aptitude safe-upgrade
> sudo dpkg -i nxnode_3.3.0-22_i386.deb
> sudo dpkg -i nxserver_3.3.0-27_i386.deb

Danach steht der Server sofort zur Verfügung und kann benutzt werden. Für weitergehende Konfigurationen solltet Ihr Euch die Installationsanmerkungen unter /usr/NX/share/documents/server/install-notices durchlesen (rtfm :-) ).

FreeNX Client Optionen

Clients gibt es für Windows, Linux und MacOs. Sie lassen sich ebenso schmerzfrei installieren, wie der Serverteil. Im von mir benutzten Windows Client (den MacOs Client werde ich auch noch testen) kann man nach der Installation mittels eines Assistenten eine Verbindung zum Linux System aufbauen und dann sowohl den KDE (in seiner ganzen Schönheit) als auch einzelne Programme benutzen.



Andere Linux Desktops (wie Gnome oder XFCE) funktionieren natürlich genauso gut. :-)

Links:
Wiki ubuntuusers.de: FreeNX

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