Nov 22
Kubuntu Logo

Wie schon berichtet hat mich Parrallels 3 schwer enttäuscht und musste daher Virtualbox als Virtualisierungslösung weichen. Was man bei der Installation beachten sollte möchte ich an dieser Stelle kurz nachreichen.

Als erstes sollte man sich für die Installation von Kubuntu ein aktuelles ISO Image aus dem Download Bereich herunterladen.
Dann erstellt man unter Virtualbox eine neue virtuelle Maschine und gibt im cdrom Dialog das heruntergeladene Kubuntu Image an. Beim Audio Dialog sollte man unbedingt CoreAudio auswählen, da ansonsten die Lautsprecher stumm bleiben. Ansonsten habe ich mit den im Screenshot sichtbaren Einstellungen gute Erfahrungen gemacht.

Nach dem Start der virtuellen Maschine (VM) durchläuft man dann ganz normal die Installationsroutine von Kubuntu. Ist man damit fertig, kann man das ISO Image wieder aus der cdrom Einstellung der virtuellen Maschine entfernen.

Um die Bildschirmauflösung ändern zu können und eine bessere Maussteuerung zu haben muss man die Virtualbox Gasterweiterungen installieren. Wählt man diesen Menüpunkt aus dem Menü Geräte aus, kann man danach über den Menüpunkt CD/DVD-ROM Geräte das ISO Image VBoxGuestAdditions.iso einbinden.
Eine weitere Voraussetzung ist das Kubuntu Paket build-essential. Das installiert man am einfachsten über die Kommandozeile (Terminal) innerhalb der VM mittels apt.

sudo apt-get install build-essential

Sind alle Vorbereitungen kann man die Kommandozeile gleich offen lassen um die CD zu mounten und das Installationsskript mit root (Administrator) Rechten auszuführen. Danach sollte die virtuelle Maschine durchgestartet werden.

sudo mount /media/cdrom0
cd /media/cdrom
sudo ./VBoxLinuxAdditions-x86.run

Was danach noch bleibt, ist Kubuntu multimedia fähig zu machen, sprich:

  • Flash installieren [5]
  • mp3 Support installieren. Dazu ruft man am besten eine mp3 Datei auf und folgt den Anweisungen

VirtualBox bietet auch die Möglichkeit von gemeinsamen Ordnern. Die Installation ist ein bisschen tricky [4] aber aus meiner Sicht völlig unnötig, da es eine bessere Alternative gibt und zwar die Netzwerkordner, die man über ssh (gesicherte Verbindung) von Kubuntu zum Mac aufbauen kann.

Einzige Voraussetzung dafür ist ein ssh Server auf dem Mac, der aber in MacOs Leopard enthalten ist und über Systemeinstellungen > Sharing > Entfernte Anmeldung aktiviert werden kann. Ist das erledigt, kann man unter Kubuntu im Dateimanager (Dolphin) im Bereich Netzwerk den Netzwerkordner hinzufügen. Als Typ muss man dann Sichere shell (ssh) auswählen und noch die IP Adresse des Mac, Benuterzname und Passwort, sowie den Pfad zum Home Verzeichnis (oder einem beliebigen anderem Ordner) angeben.

Fertig!

Fazit: Um wieviel schwieriger die Installation einer VM unter Virtualbox als unter Parallels ist, kann ich nicht sagen. Fakt ist aber, dass zu einem freien Betriebssystem eine freie Virtualisierungslösung viel besser passt.

Oder was meint ihr?

Resourcen:
[1] ubuntuusers – VirtualBox/Installation
[2] ubuntuusers – VirtualBox/Benutzung
[3] lowendmac – VirtualBox: A Free, Open Source Way to Run Windows and Linux on Your Intel Mac
[4] The Bonobo Journal – Tips on running Sun Virtualbox
[5] ubuntuusers – Flash installieren

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Nov 16
Kubuntu Logo

Parallels Logo

Nein – oder zumindest habe ich noch keinen gefunden bei dem es läuft.

Das Problem ist folgendes. Die Installation verläuft dermaßen problemlos, dass man erst bei der ersten Anmeldung ins kalte Wasser geworfen wird. Sobald KDE4 versucht zu starten, wird der Video Mode wacklig und startet den X Server neu. Der KDE Window Manager kdm gerät in eine endlose Start-Crash-Start-Crash Schleife [1]. Das mit anzusehen macht die ersten paar mal Spaß, verliert aber sehr schnell an Unterhaltungswert und es bleibt nichts als Frust.

Wie gut, dass Parallels gerade die neue Version 4 heraus gebracht hat, sich dies aber mit 40 Euro bezahlen läßt. Nun ist es aber so, dass ich mir bei meinem Mac Kauf geschworen hatte mich nicht mehr über Software ärgern zu wollen. Deshalb habe ich damals 70 Euro für Parallels Desktop locker gemacht, obwohl zu diesem Zeitpunkt Virtualisierung unter Windows und Linux bereits kostenlos war.

Deshalb sehe ich es nicht ein für das Update zu zahlen. Was als Lösung bleibt ist die Installation von Ubuntu 8.10. Mit Gnome als Desktop kann ich mich gerade noch arrangieren, doch die Gnome Pendants zur Datei-, Musikverwaltung und Text-, Bildbearbeitung weisen leider nicht den gleichen Funktionsumfang wie die unter KDE auf. Als sich dann aber auch die Parallels Tools nicht installieren ließen, musste eine radikale Lösung her.

Also Parallels raus und Virtualbox rein. Und was soll ich sagen. Es rockt.

Fazit: Manchmal muss man die finanzielle Handbremse ziehen. In diesem Fall schonte das auch die Nerven.

Resourcen: [1] Pete Goodliffe – Kubuntu 8.10 on Parallels

geschrieben von gklinkmann \\ tags: , , , ,

Aug 26

Die Hardware Unterstützung für Linux durch die Hersteller lässt noch viel zu wünschen übrig. Viele Hersteller scheuen den Aufwand, wollen aber andererseits ihre Spezifikationen und Dokumentationen nicht veröffentlichen, so dass von der Community freie Treiber entwickelt werden können.
AVM hat jetzt für den FRITZ!WLAN USB Stick einen eigenen Linux Treiber herausgegeben. Es handelt sich dabei leider nicht um einen OpenSource Treiber, so dass er in vielen Distributionen nicht standardmäßig mit eingebunden werden wird. Aber wir wollen mal nicht meckern.
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geschrieben von gklinkmann \\ tags:

Jun 25

Ich war bis jetzt ein glücklicher SuSE Linux Nutzer. Na ja, nicht alles war Sonnenschein. Bis man ein funktionierendes System mit voller Unterstützung für Audio und Video hatte, dauerte es schon etwas länger und getreu dem Motto ‘never touch a running system’ war der Wechsel auf eine neue Version immer mit einigen Risiken verbunden. So bin ich auch auf Version 10.0 von SuSE stehen geblieben.
Doch irgendwann gibt es von den Lieblingsprogrammen in den Repositories keine neuen Versionen mehr (so musste ich immer noch mit dem Firefox 1.5 Vorlieb nehmen). Doch in Zeiten von Breitband Internet kann man sich problemlos eine Life CD oder DVD aus dem Netz laden und sie problemlos ausprobieren. Beim Booten von der CD lädt sich Linux in den Hauptspeicher und man bekommt einen Überblick darüber, wie gut einem die Linux Distribution gefällt und wie gut sie die eigene Hardware unterstützt. Dadurch bleiben nach dem Herunterfahren des Rechners keine Spuren der Installation zurück.

Von Kubuntu war ich enorm überrascht. Die Debian basierte Linux Distribution mit dem KDE Desktop unterstützte meine komplette Hardware, einschließlich des Fritz Box WLAN USB Sticks (der bis jetzt nur unter Windows lief). Die Installation über den Assistenten verlief absolut problemlos und nach dem Neustart hatte ich ein funktionierendes Linux System. Beim Aufruf der ersten mp3 Datei mit amarok (allein dafür lohnt es sich Linux zu nutzen), werden über einen Assistenten alle notwendigen Codecs installiert, dankenswerter Weise auch gleich die für Video. Selbst die ACPI Unterstützung für mein Notebook funktioniert.
Die Unterstützung des Fritz!WLAN USB Sticks gibt es nicht out of the box, aber anhand der guten Dokumentation war auch das kein Problem.

Fazit: Es ist kein Wunder, dass Ubuntu und Kubuntu so populär sind. Linux Distributionen gibt es für jede Aufgabe und Geschmack, aber es war noch nie so leicht zu einem funktionierenden und sicheren System zu kommen.

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