Dec 12

Im ersten Teil meines Wegs zum Mac habe ich über die tolle Hardware berichtet, die Apple unter das Volk bringt.
Jetzt, da die aktuelle Ausgabe des Digitalen Grundrauschens vom Umstieg auf Apples Betriebssystem handelt, will ich meine Erfahrungen beim Wechsel auf MacOs X in diesem 2. Teil unterbringen.

Um es vorweg zu nehmen, für mich gibt es neben viel Licht auch ein wenig Schatten (doch dazu später). Viel Licht heisst vor allem, dass die Software wesentlich besser auf die Hardware angepasst ist. Das verwundert nicht so sehr, da die Entwickler sich auf eine überschaubare Anzahl von “Blech” konzentrieren können.

Wächst man wie ich allerdings mit Windows und Linux Systemen auf, so bedeutet der Umstieg auf MacOs erst einmal mehr Arbeit mit der Maus, bis man die gängisten Tastaturkürzel gelernt hat. Dabei war es für mich z.B. neu, dass man Dateien dadurch öffnen kann, dass man sie beherzt auf ein Icon im Dock zieht, anstatt einen “Öffnen” Dialog zu benutzen.

Wichtig für mich ist das zugrunde liegende Unix auf das man mit dem Terminal Programm zugreifen kann, was allerdings die wenigsten Mac Benutzer verwenden oder gar kennen werden.

Überhaupt ist MacOs sehr Familien tauglich. Die Kindersicherung erlaubt es den Eltern die Zeit ihrer Kinder vor dem Computer genau zu bemessen und auch der Internetzugang kann auf für die Jugend unbedenkliche Seiten eingeschränkt werden.

Das alles und noch ein paar Kleinigkeiten mehr, sind für mich die Highlights von MacOs, die mir die Arbeit am Computer erleichtern.

Was mich persönlich stört, ist der Finder, der weder eine geteilte Ansicht bietet, noch vernünftig mit ftp oder ssh für entfernte Computer umgehen kann (ich habe dabei mehrfach Abbrüche erlebt). Und auch das ansonsten recht einfache Update der Anwendungen, weiss nicht so recht zu begeistern, wenn man schon einmal mit apt unter Linux gearbeitet hat.

Trotzdem würde ich mir nie Windows auf meinen Mac installieren. Aber ein virtualisiertes Linux (Kubuntu 8.10) gönne ich mir schon. :-)

nützliche Tastaturkürzel (vielen Dank an das Grundrauschen):

  • Im Application Switcher (⌘+⇥) können Programme mit “⌘+Q” auch gleich beendet werden
  • Einschlafen (⌥+⌘+⏏) , Neustart (⌃+⌘+⏏), Runterfahren (⌃+⌥+⌘+⏏), Abmelden (⌘+⇧+Q)
  • Screenshot von Bereich machen — in Leopard noch besser (⇧+⌘+4), die Screenshots werden dabei auf dem Desktop (Schreibtisch) abgelegt
  • Alltags-Tastenkombinationen “⌘+S” (Speichern), “⌘+,” (Einstellungen), “⌘+P” (Drucken), “⌘+Q” (Programm beenden), “⌘+W” (Fenster schließen)
  • “⌘+Y” Vorschau für ein oder mehrere Dateien anzeigen
  • Finder “⌘+⇧+A” » Programmeordner
  • Papierkorb mit ⌥ anklicken öffnet diesen

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Nov 22
Kubuntu Logo

Wie schon berichtet hat mich Parrallels 3 schwer enttäuscht und musste daher Virtualbox als Virtualisierungslösung weichen. Was man bei der Installation beachten sollte möchte ich an dieser Stelle kurz nachreichen.

Als erstes sollte man sich für die Installation von Kubuntu ein aktuelles ISO Image aus dem Download Bereich herunterladen.
Dann erstellt man unter Virtualbox eine neue virtuelle Maschine und gibt im cdrom Dialog das heruntergeladene Kubuntu Image an. Beim Audio Dialog sollte man unbedingt CoreAudio auswählen, da ansonsten die Lautsprecher stumm bleiben. Ansonsten habe ich mit den im Screenshot sichtbaren Einstellungen gute Erfahrungen gemacht.

Nach dem Start der virtuellen Maschine (VM) durchläuft man dann ganz normal die Installationsroutine von Kubuntu. Ist man damit fertig, kann man das ISO Image wieder aus der cdrom Einstellung der virtuellen Maschine entfernen.

Um die Bildschirmauflösung ändern zu können und eine bessere Maussteuerung zu haben muss man die Virtualbox Gasterweiterungen installieren. Wählt man diesen Menüpunkt aus dem Menü Geräte aus, kann man danach über den Menüpunkt CD/DVD-ROM Geräte das ISO Image VBoxGuestAdditions.iso einbinden.
Eine weitere Voraussetzung ist das Kubuntu Paket build-essential. Das installiert man am einfachsten über die Kommandozeile (Terminal) innerhalb der VM mittels apt.

sudo apt-get install build-essential

Sind alle Vorbereitungen kann man die Kommandozeile gleich offen lassen um die CD zu mounten und das Installationsskript mit root (Administrator) Rechten auszuführen. Danach sollte die virtuelle Maschine durchgestartet werden.

sudo mount /media/cdrom0
cd /media/cdrom
sudo ./VBoxLinuxAdditions-x86.run

Was danach noch bleibt, ist Kubuntu multimedia fähig zu machen, sprich:

  • Flash installieren [5]
  • mp3 Support installieren. Dazu ruft man am besten eine mp3 Datei auf und folgt den Anweisungen

VirtualBox bietet auch die Möglichkeit von gemeinsamen Ordnern. Die Installation ist ein bisschen tricky [4] aber aus meiner Sicht völlig unnötig, da es eine bessere Alternative gibt und zwar die Netzwerkordner, die man über ssh (gesicherte Verbindung) von Kubuntu zum Mac aufbauen kann.

Einzige Voraussetzung dafür ist ein ssh Server auf dem Mac, der aber in MacOs Leopard enthalten ist und über Systemeinstellungen > Sharing > Entfernte Anmeldung aktiviert werden kann. Ist das erledigt, kann man unter Kubuntu im Dateimanager (Dolphin) im Bereich Netzwerk den Netzwerkordner hinzufügen. Als Typ muss man dann Sichere shell (ssh) auswählen und noch die IP Adresse des Mac, Benuterzname und Passwort, sowie den Pfad zum Home Verzeichnis (oder einem beliebigen anderem Ordner) angeben.

Fertig!

Fazit: Um wieviel schwieriger die Installation einer VM unter Virtualbox als unter Parallels ist, kann ich nicht sagen. Fakt ist aber, dass zu einem freien Betriebssystem eine freie Virtualisierungslösung viel besser passt.

Oder was meint ihr?

Resourcen:
[1] ubuntuusers – VirtualBox/Installation
[2] ubuntuusers – VirtualBox/Benutzung
[3] lowendmac – VirtualBox: A Free, Open Source Way to Run Windows and Linux on Your Intel Mac
[4] The Bonobo Journal – Tips on running Sun Virtualbox
[5] ubuntuusers – Flash installieren

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Nov 20

Einer meiner Lieblingspodcasts zum Thema Mac ist Digitales Grundrauschen. In der letzten Folge haben Zettt und seine Freunde von Ihrem Weg zum Mac erzählt und alle Höhrer gebeten, in ihren Blogs doch einmal die eigene Geschichte vom ersten Apple Computer zu posten.

Da ich noch ein recht junger Mac Benutzer bin (mein Mac mini ist gerade 1 Jahr alt geworden), kann ich mich noch recht gut entsinnen was mich zum Apple Kauf bewogen hat. Zum einen war ich schon immer vom Mythos Mac begeistert. Angeblich kennt ein Mac keine Abstürze, brauch sich nicht vor Viren zu ängstigen, lässt sich leicht bedienen, verbraucht wenig Strom und sieht auch noch schön aus. Das klingt nach einer “Eier legenden Woll-Milch Sau” und ist es auch – fast.

Der zweite Grund war, dass sich bei meinem PC gerade das Netzteil verabschiedet hatte und ich, davon einmal abgesehen, immer im Schlafzimmer sitzen musste wenn ich mit ihm arbeiten wollte, weil meine Frau das Lüftergeräusch im Wohnzimmer störte.

Der dritte Grund war, dass gerade MacOs Leopard samt neuer iLife Version fertig war und ich schon immer ein Unix Betriebssystem haben wollte, an dem ich nicht “friggeln” muss um neue Hardware in den Betrieb zu nehmen. So musste ich nur noch meine Frau von einem Familien Mac überzeugen. Da auf ihrer Arbeit ein Teil der Mitarbeiter aber mit Apple Laptops ausgestattet ist, war das nicht so schwierig.

Bestellt habe ich ihn online direkt bei Apple, zusammen mit einem IPod Nano 3G. Als das Paket mit beiden Geräten geliefert wurde, meinte meine Frau, dass noch das Paket mit dem Computer fehlen würde, bis ich ihr den Mini gezeigt habe und meinte “Schatz, dass ist unser neuer Computer”.

Nach einem Jahr Benutzung durch die gesamte Familie, bin ich von der Hardware voll und ganz überzeugt. Alle meine Erwartungen wurden erfüllt. In dieser Zeit hatte ich eine einzige Kernel Panic (Absturz) und der Rechner läuft eigentlich Tag und Nacht. Das einzige Geräusch, das man hört, ist das Superdrive und so steht der Mac jetzt auch im Wohnzimmer, wo er immer noch gut aussieht :-) .

Zur Software werde ich im 2. Teil Stellung nehmen, denn auch der Podcast wird sich diesem Thema erst in der nächsten Folge widmen.

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Nov 16
Kubuntu Logo

Parallels Logo

Nein – oder zumindest habe ich noch keinen gefunden bei dem es läuft.

Das Problem ist folgendes. Die Installation verläuft dermaßen problemlos, dass man erst bei der ersten Anmeldung ins kalte Wasser geworfen wird. Sobald KDE4 versucht zu starten, wird der Video Mode wacklig und startet den X Server neu. Der KDE Window Manager kdm gerät in eine endlose Start-Crash-Start-Crash Schleife [1]. Das mit anzusehen macht die ersten paar mal Spaß, verliert aber sehr schnell an Unterhaltungswert und es bleibt nichts als Frust.

Wie gut, dass Parallels gerade die neue Version 4 heraus gebracht hat, sich dies aber mit 40 Euro bezahlen läßt. Nun ist es aber so, dass ich mir bei meinem Mac Kauf geschworen hatte mich nicht mehr über Software ärgern zu wollen. Deshalb habe ich damals 70 Euro für Parallels Desktop locker gemacht, obwohl zu diesem Zeitpunkt Virtualisierung unter Windows und Linux bereits kostenlos war.

Deshalb sehe ich es nicht ein für das Update zu zahlen. Was als Lösung bleibt ist die Installation von Ubuntu 8.10. Mit Gnome als Desktop kann ich mich gerade noch arrangieren, doch die Gnome Pendants zur Datei-, Musikverwaltung und Text-, Bildbearbeitung weisen leider nicht den gleichen Funktionsumfang wie die unter KDE auf. Als sich dann aber auch die Parallels Tools nicht installieren ließen, musste eine radikale Lösung her.

Also Parallels raus und Virtualbox rein. Und was soll ich sagen. Es rockt.

Fazit: Manchmal muss man die finanzielle Handbremse ziehen. In diesem Fall schonte das auch die Nerven.

Resourcen: [1] Pete Goodliffe – Kubuntu 8.10 on Parallels

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Sep 05

Es gibt auf den unterschiedlichen Betriebssystemen mehrere kommerzielle und auch einige freie Virtualisierungsmöglichkeiten. An dieser Stelle ein kleiner Überblick, der nicht den Anspruch auf Vollständigkeit hat und natürlich die kostenlosen Lösungen favorisiert:

Windows:

Linux:

Mac:

Das mittlerweile zu SUN gehörende Virtualbox ist nach meinem Kenntnisstand die einzige plattformübergreifende und dabei kostenlose Virtualisierungsmöglichkeit.
Die brandneue Version 2.0 unterstützt jetzt 64 bit Gastsysteme. Mac Benutzern wurde eine native Oberfläche spendiert und auch am Host-Interface-Networking für SUN und MacOs wurde gearbeitet.
Neu ist auch der nun von SUN angebotene Support.

Besonders Mac Benutzer sollten sich Virtualbox einmal ansehen, da es dort die einzige kostenlose Virtualisierungssoftware ist, die aber im Vergleich zu den kommerziellen Alternativen besonders schonend mit den Resourcen umgeht.

Links:

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