Oct 20

Die Management Information Base (kurz: MIB) beschreibt die Informationen, die über ein Netzwerk-Management-Protokoll (zum Beispiel SNMP) abgefragt oder modifiziert werden können.

Das Simple Network Management Protocol (englisch für „einfaches Netzwerkverwaltungsprotokoll“, kurz SNMP), ist ein Netzwerkprotokoll, das von der IETF entwickelt wurde, um Netzwerkelemente (z. B. Router, Server, Switches, Drucker, Computer usw.) von einer zentralen Station aus überwachen und steuern zu können.

Quelle: Wikipedia – Artikel zu SNMP und MIB

Um Informationen über ein Netzwerkgerät zu bekommen braucht man 4 Sachen. Zum ersten die Struktur der Information (MIB), zweitens ein Protokoll um diese abfragen zu können (SNMP), drittens einen Dienst der die Informationen bereitstellt (snmpd) und natürlich ein Tool um die Abfragen auszuführen.

Auf der Kommandozeile gibt es dafür z.B. snmpget und snmpwalk (um nur mal 2 zu nennen). Doch dafür muss man die Struktur der Informationen sehr gut kennen. Viel einfacher sind da Tools mit grafischer Oberfläche, die s.g. mibbrowser. Ein mibbrowser, der auf allen Betriebssystemen läuft und zumindest in der Personal Edition frei nutzbar ist, kommt von iReasoning.

Der iReasoning mibbrowser ist selbst in Java geschrieben. Eine installierte Java Laufzeitumgebung ist also Voraussetzung für die Installation. Nach dem Start teilt sich das Fenster (wie im Bild) in 3 Bereiche auf. Links werden die MIB’s in einer Baumansicht dargestellt. In der Personal Edition können dort maximal 10 MIB’s eingebunden werden.
Darunter gibt es Detailinformationen zum ausgewählten MIB Eintrag und rechts werden die Abfrage Ergebnisse angezeigt. Für snmp tables (z.B. für interfaces) gibt es eine Extra Tabellenansicht (Strg+T), ansonsten werden alle snmp Befehle (wie auch bei den Kommandozeilen Tools) unterstützt. In den Verbindungseinstellungen kann zusätzlich die snmp Version und der Port, über den angefragt werden soll, geändert werden.

Fazit:
Obwohl ich die Kommandozeile und ihre Tools sehr mag, ist der iReasoning mibbrowser beim Anzeigen von Informationen über snmp doch sehr viel komfortabler. Die freie Personal Edition ist für mich für den täglichen Einsatz vollkommen ausreichend. Eine Gegenüberstellung der Funktionen der unterschiedlichen Editionen (Personal, Professional, Enterprise) gibt es hier.

geschrieben von gklinkmann \\ tags: , , , ,

Oct 14

Alle großen Linux Distributtionen bringen heutzutage Pakete für das Open Source Monitoring Werkzeug Nagios mit. Doch Nagios hat sich erst durch seine Erweiterungen (und natürlich aufgrund der geringen Kosten) in vielen Firmen durchgesetzt.

Die Integration der Erweiterungen (wie z.B. nsca oder MK Livestatus) ist mit etwas Handarbeit verbunden. Dies ist den Programmierern dieser Tools auch aufgefallen und so haben sie sich kurzerhand zusammengeschlossen und ihr Wissen und ihre Software in der Open Monitoring Distribution (OMD) zusammengeführt.

OMD (Version 0.42) beherbergt in seinen Paketen (für SLES 11, Debian 5.0, Ubuntu 10.04 and RedHat/CentOS 5.4 and 5.5) Nagios selbst und zusätzlich diese Erweiterungen:

  • nagvis
  • pnp4nagios
  • rrdtool/rrdcached
  • nagios-plugins
  • Check_MK
  • MK Livestatus
  • Multisite
  • dokuwiki
  • nsca
  • check_nrpe

Ein weiterer Vorteil von OMD ist dessen Instanz Fähigkeit. So kann man mehrere autarke Nagios Umgebungen auf einem Server betreiben, die unter unterschiedlichen BS Benutzern laufen können. Eine Instanz erstellt und startet man mit:

omd create foo
omd start foo

OMD installiert sich immer unterhalb von /opt/omd und ist damit unabhängig von den Installationspfaden der unterschiedlichen Linux Distributionen.
Bei der Integration der verschiedenen Werkzeuge wurde auch auf Performance geachtet. So wurde bewusst auf das I/O lastige NDO verzichtet und stattdessen auf MK Livestatus gesetzt, das direkt auf die Nagios Daten im Hauptspeicher zugreift.

Wer sein Nagios lieber von Hand kompiliert, muss trotzdem nicht auf die anderen Vorteile von OMD verzichten. Entsprechende tar balls sind neben den Paketen im Download Bereich vorhanden.

geschrieben von gklinkmann \\ tags: ,

Oct 11

Auch aus unserem Urlaub gibt es ein paar Links.

Multisite
Multisite ist eine alternative Weboberfläche für das Netzwerkmonitoring Tool Nagios und basiert auf MK Livestatus.
MK Livestatus
MK Livestatus greift auf die im Hauptspeicher vorhandenen Informationen von Nagios zu. Diese Art der Informationsgewinnung ist im Vergleich zur NDO extrem schnell und sehr Resourcen schonend.
Icinga – Open Source Monitoring
Icinga ist ein Fork von Nagios und versucht dessen aus der Historie gewachsen Unzulänglichkeiten durch aktuelle Konzepte zu verbessern. Die Konfigurationsdateien dieser beiden Monitoring Tools sind kompatibel.
Einfaches Sortieren von HTML Tabellen mit jQuery
Ein toller Artikel, wie man sich das Sortieren von Tables mittels jQuery vereinfacht.
Asual | Summer – The HTML5 Presentation Layer Library for Java
Summer behauptet von sich selbst die nächste Generation der Präsentationsschicht Bibliothek für Spring MVC zu sein. Mal sehen.

geschrieben von gklinkmann \\ tags: , , , ,

Oct 09

Dieses Jahr war ich zum ersten Mal auf der Open Source Monitoring Conference in Nürnberg. Schwerpunkt dieser Konferenz sind Open Source Monitoring Lösungen zur Überwachung von Servern über Netzwerkkomponenten bis hin zu Servicen innerhalb des Unternehmens. Das Programm lässt sich am besten mit dem Namen eines Vortrages beschreiben – “Pimp my Überwachung“.

Es war interessant zu sehen, wie viele Firmen Open Source Lösungen wie Nagios oder Icinga verwenden und wie vielseitig diese Tools sind. Die Higlights für mich waren die Vorstellungen des Nagios Fork Icinga, des Tools MK Livestatus und des darauf basierenden Multisite.

Die Veranstaltung war perfekt organisiert und dafür möchte ich an dieser Stelle allen Organisatoren noch einmal danken. Die Termine für das nächste Jahr stehen mit dem 09.11. / 10.11.2011 schon fest. Ich komme gern wieder.

geschrieben von gklinkmann \\ tags: ,

Jun 19

Das man mit der OpenSource Nagios sehr gut seine Server und Netzwerkkomponenten überwachen kann ist allgemein bekannt. Die Community um Nagios herum ist sehr groß. Doch was diese Japaner im Selbstversuch anstellen ist schon einzigartig. Doch seht selbst:

geschrieben von gklinkmann \\ tags: , ,