Feb 26

Ich bin vor nicht gar zu langer Zeit von Delicious auf Zootool umgestiegen. Den Umstieg habe ich bis heute nicht bereut. Einziges Manko war ein fehlendes Bookmarklet für mein iphone. Denn nur mein RSS Reader (Reeder) auf dem iphone hat eine sehr komfortable Schnittstelle zu zootool. Dem Mobile Safari fehlt diese.

Kein Problem dachte ich mir. Dieses Problem werden vor dir schon andere gehabt haben. Aber es hat ein bisschen gedauert, bis ich eine Lösung gefunden hatte. Meine Lösung war folgende:

  1. kopieren des Javascripts aus dem Link meines Desktop Browsers (wer mich kennt wird ahnen, dass es der Opera war)
  2. erstellen einer Notiz in Evernote mit dem Javascript als Inhalt
  3. Sync durch Aufruf der Evernote App auf dem iphone
  4. kopieren des Javascripts
  5. einfügen des Javascripts in ein neu erstelltes Lesezeichen im Safari

Ja, ich weiß – komfortabel ist anders. Einen Vorwurf kann man den zootool Jungs aber nicht machen, denn kurz darauf habe ich im Support Bereich von Zootool diese Antwort auf das Problem gefunden:

unfortunately the iphone does not provide a simple solution to install bookmarklets. You have to drag the iphone lasso to your bookmarks on your computer at home and then you have to sync your bookmarks with your iphone through iTunes. We know that this is pretty complicated and as soon as Apple provides an easier solution we will support it!

Oder kurz gesagt – Steve mach was.

Links:
groovy zootool – Lesezeichen automatisieren

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Dec 23

Da es momentan im Internet nur so von Gerüchten um das nahende Ende oder zumindest den Verkauf des Internet Urgesteins nur so wimmelt, sind viele aus Angst um ihre Lesezeichenverwaltung auf der Suche nach einem neuen Anbieter. Ich auch.

Der kleinste gemeinsame Nenner ist dabei der RSS Reader (Reeder) meines iPhones. Dort hat man die Auswahl zwischen Google, del.icio.us und .

Zootool, wer ist das? Genau das habe ich mich auch gefragt und fand dann nach dem Aufruf der URL einen Dienst zur Lesezeichenverwaltung (und jeder Menge Web 2.0 drum herum) vor, der eine schicke, schnelle und benutzerfreundliche Oberfläche hat, meine 500 Lesezeichen sauber importierte und eine Rest API für den Zugriff auf die eigenen Daten bereitstellt.
Das ganze ist ein deutsches Startup Unternehmen mit Amazon Backend (das lassen zumindest die Links erahnen), dem ich eine rosige Zukunft wünsche (und das nicht nur weil dort jetzt meine Lesezeichen hoste).

Wer die Zukunft von del.icio.us nicht ganz so dramatisch beurteilt sollte zur Sicherheit trotzdem seine Lesezeichen sichern. Wie das geht zeigt der Artikel von Guido Mühlwitz.

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Oct 13

Einen leeres HTML Gerüst:

<html>
  <head>
  </head>
  <body>
  </body>
</html>

sollte jeder Webentwickler ohne Nachzuschauen schreiben können. Doch wie sieht es mit korrektem XHTML (inklusive Namespace) aus? Doch eher schlecht, oder?
HTML 5 vereinfacht zumindest die Namespace Angabe. Doch zu einer modernen Web 2.0 Anwendung gehört auch die Einbettung von CSS Stylesheets und Javascript Frameworks (wie z.B. jquery).

Im täglichen Einsatz hat sich bei einem selbst sicherlich eine bestimmte Struktur etabliert. Wie man es machen könnte, zeigen Paul Irish und Divya Manian auf ihrer Website html5boilerplate.com.

Die Vorlage, die auch gleich die notwendigen Javascript Bibliotheken für die HTML 5 Kompatibilität der aktuellen Browser, Profiling, CSS und Javascript Foo enthält:

  • Modernizr: MIT/BSD license
  • jQuery: MIT/GPL license
  • DD_belatedPNG: MIT license
  • YUI Profiling: BSD license
  • HTML5Doctor CSS reset: Creative Commons 3.0 BY
  • CSS Reset Reloaded: Public Domain

steht auf GitHub zum Download bereit.

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Jul 22

Was waren das doch für gute alte Zeiten (der analogen Zugänge zum Netz) als die Empfehlung für die Größe einer Webseite noch 50 KB betrug. Heute im Zeitalter von DSL, wo jedes Handy einen stärkeren Empfang hat als das damals so hochgelobte ISDN, gibt es sie noch die weißen Flecken auf der Landkarte, wo DVB-T und mobiles Internet noch in den Kinderschuhen stecken.

Gut, Urlaub ist zum erholen da, aber Nachrichten würde ich schon gern sehen, hören oder lesen. Doch so einfach ist das nicht, wenn man seine Informationsgewinnung auf das Internet ausgerichtet hat und dann zwecks der guten Luft an einen der oben erwähnten weißen Flecken fährt, wo die Welt noch nicht so hektisch ist und die Uhren langsamer zu gehen scheinen.

Doch wo sind die Probleme? Es fängt damit an, dass der Google Reader sich einfach beendet, weil das Laden der Seite zu lange dauert. So bin ich also meiner RSS Feeds beraubt, aus denen ich einen Großteil meiner Informationen beziehe. Die Alternative, die Seiten einzelnd anzusurfen ist auch keine gute Idee, denn unter 1 MB Größe scheint es bei den meisten Seiten nicht mehr zu laufen. Mit Edge Geschwindigkeit macht das wirklich keinen Spaß.

Ich will jetzt nicht dem übermäßigen Gebrauch von JavaScript die Schuld geben, aber eine Fall Back Möglichkeit auf einfaches HTML, wie bei Google Mail würde anderen Seiten auch nicht schlecht stehen. Die Bedienung ist dann zwar wieder “old school”, aber sie funktioniert einigermaßen flüssig. Oder um es mit anderen Worten zu sagen, was nützt mir ein High Tech Auto, wenn es auf Landstraßen nur 5 km/h fährt.

Doch zuerst sollte man bei sich selbst schauen. Die Startseite meines Blogs ist auch nicht gerade klein. Nach meinem Urlaub werde ich mich nach einem Theme umschauen, das schonend mit den Resourcen umgeht. Auch bei meinen WordPress Plugins sind sicherlich Einsparungen durch Alternativen möglich.

Wenn also jemand Tipps hat, wie man WordPress verschlankt, dem wäre ich für einen Kommentar sehr dankbar.

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Nov 23
Groovy Logo

Aus meiner Sicht ist Groovy, die dynamische Sprache für die Java Virtual Machine, auf der großen Hype Kurve am Punkt der technischen Realität angekommen. Mit Scala und Clojure werden statt dessen gerade 2 neue Programmiersprachen durch die Gemeinde der Java Jünger getrieben.

So ist es an der Zeit einmal zu hinterfragen, was man selbst bis jetzt mit Groovy implementiert hat, ob man dabei bleibt oder doch auf den Scala Zug aufspringt.

Dierk König, der Autor von “Groovy in Action” (dem besten Fachbuch, das ich in letzter Zeit gelesen habe), hat einmal folgende 7 Anwendungsmuster für Groovy herausgearbeitet:

Super Glue, Liquid Heart, Keyhole Surgery, Smart Configuration, Unlimited Openness, House-Elf Scripts, Prototype

Oder nicht ganz so prosaisch, als:

  • Bindeglied zwischen Java Komponenten (wie z.B. Spring und Hibernate in Grails)
  • Auslagerung der Buisiness Logik, um sie dynamisch auf Veränderungen anpassen zu können
  • Eingriffsmöglichkeit in laufende Applikationen
  • Erweiterung der Konfiguration mit den Mitteln einer Programmiersprache (um endlich das plumpe XML loszuwerden)
  • die leichte Veränderung von Code zur Laufzeit
  • Hilfe für alle Aufgaben, die durch die Programmierung anfallen (Build automation, continuous integration, deployment, installer, service monitoring, reports, statistics, automated documentation, functional tests, HTML scraping, Web remote control, XML-RPC, WebServices)
  • Tool zur schnellen Erstellung von Prototypen, mit der Möglichkeit diese später auf Java portieren zu können.

Doch zurück zum Ausgangspunkt. Was mache ich mit Groovy?

Zuerst einmal schreibe ich 95 % aller neuen Tests in Groovy. Die knackige Syntax, die perfekte Interoperabilität mit Java und die gute (aber verbesserungsfähige) Integration in Eclipse machen die Erstellung von Tests sehr viel weniger lästig. Zudem gibt es kleinere Web- und Webservices Applikationen auf Basis von Grails (dem Webframwork, das seinerseits ebenfalls auf Groovy basiert), sowie Tools, die rein in Groovy geschrieben sind.

Letztendlich kann man sagen, der Hype ist dem Alltag gewichen und Groovy passt sich perfekt in die tägliche Arbeit ein. Mit Griffon und GPars stehen 2 weitere Frameworks für Swing Applikationen und Nebenläufige Programmierung (Threads) auf Groovy Basis zur Verfügung. Und eine lebendige Community hat sich um diese dynamische Sprache gebildet. Ein Umstieg auf Scala oder Closure kommt somit für mich momentan nicht in Betracht.

Und mal ganz ehlich, wenn die Kinder fragen: “Papa was machst Du?”, klingt “ich programmiere Groovy” viel cooler als “Ich programmiere Scala”. :-)

Links:
Groovy Usage Patterns by Dierk König

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