Jun 22

Die Arbeit mit Dateien erledigt man unter Windows mit dem Explorer. Das klappt soweit auch ganz gut, sofern in einem Verzeichnis in der ersten Ebene nicht über 100000 Dateien liegen. Versucht man so ein Verzeichnis mit dem Explorer zu öffnen, tut sich da erst einmal gar nichts mehr.

Doch wie ermittelt man die Anzahl der Dateien in so einem Verzeichnis?

Ist die Windows Powershell installiert, ist dies mit folgendem Befehl möglich:

(Get-ChildItem D:\data).Count

Hat man noch XP und keine Powershell bietet sich Cygwin als Alternative an. Cygwin ist eine Implementierung von Unix Tools für Windows. Diejenigen von Euch, die wie ich lieber mit Unix basierten Systemen arbeiten, ziehen der Powershell die Bash sicherlich vor und ermitteln die Anzahl der Dateien auf diese Weise:

find /cygdrive/D/data -type f|wc -l

Schneller fertig, war in meinem Fall Cygwin. Noch ein Grund mehr sich dieses nützliche Tool zu installieren, wenn man schon mit Windows arbeiten muss. Ein Umstieg auf Linux oder MacOS wird dadurch auch leichter. :-)

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Dec 12
kindersicherung

Häufig wird ein Computer von der ganzen Familie benutzt. Alle modernen Betriebssysteme unterstützen den Mehrbenutzerbetrieb. Doch Kinder und Erwachsene bedürfen eines unterschiedlichen Schutzes vor Fehlbedienungen des Computers und den Gefahren, die im Internet lauern.

Da ich vor kurzem auch mal einen PC mit Windows 7 aufsetzen durfte, der von beiden Generationen genutzt werden soll, konnte ich auch die Kindersicherung von Microsoft kennenlernen.

allgemeine Sicherheitsmaßnahmen:
Sowohl auf Mac als auch auf dem PC sollte man für jung und alt Benutzerkonten ohne Administratorenrechte einrichten und zumindest die mit dem Betriebssystemen mitgelieferten Firewalls aktivieren. Unter Windows 7 ist dazu ein Virenscanner unverzichtbar. Ein Backup der eigenen Daten mit Bordmitteln oder zusätzlicher Software ist ebenfalls sehr sinnvoll.

Bestandteile einer Kindersicherung:
Als Vater sind für mich folgende Funktionen zum Schutz der Kinder am Computer wichtig:

  • eine Zeitlimitierung
  • die Einschränkung von Programmen
  • ein gut anpassbarer Webfilter

Umsetzung am Mac und unter Windows 7:
MacOs 10.6 (alias Snow Leopard) sowie Windows 7 (mit Einschränkungen) erfüllen diese Voraussetzungen. Der Unterschied liegt in der Umsetzung.

Kindersicherung_zugriffszeiten

Ich fange mal mit der Zeitlimitierung an. Am Mac lässt sich eine genaue Zeitspanne (minimal 30 min) für die Wochentage und das Wochenende getrennt festlegen, so dass sich das Kind seine Zeit vor dem Computer einteilen kann. Unter Windows 7 kann man dagegen nur bestimmte Stunden am Tag für die Computernutzung freigeben. Das gibt spätestens dann lange Gesichter bei den Kleinen, wenn sie erst draußen spielen und dann nicht mehr an den Computer dürfen. Anderenfalls müsste man ständig die Zeiten anpassen.

Kindersicherung programme

So suboptimal wie die Zeitlimitierung ist bei Windows 7 auch die Einschränkung von Programmen geregelt. Als Administrator bekommt man nämlich eine Liste von über 100 ausführbaren Dateien (*.exe) vorgegeben obwohl man eigentlich nur den Browser freigeben möchte. Das führt dazu, dass man entweder zu viel oder zu wenig Dateien freigibt. In meinem Fall waren es zu wenig und so musste ich bei der ersten Anmeldung mit dem Konto des Kindes mindestens weitere 20 Dateien freigeben.
Gibt man am Mac den Firefox frei ist dies eine einzige Applikation – fertig. Zudem hat man dort die Möglichkeit Anwendungen einmalig freizuschalten. Unter Windows gilt – aus oder an für immer.

kindersicherung web

Den Webfilter findet man anfänglich unter Windows 7 nicht vor. Der Artikel zum Thema Jugendschutz in der aktuellen ct’ half mir weiter. Für den Webfilter benötigt man das kostenlose Programm Family Safety, das man aber nur über einen Windows live Account bekommt. Apple bindet seine Kunden auch an sich, aber nicht so plump. Viel schlimmer ist aber, dass die komplette Konfiguration und auch die Aktivitätsprotokolle nur über die Internetseite einzustellen und einzusehen sind. Und wer möchte schon die Webanfragen seines Kindes im Internet auf einem Server von Microsoft haben, der höchstwahrscheinlich noch nicht einmal in Deutschland steht. Ich nicht.
Deswegen sollte man diese Option deaktivieren, kann dann aber das Webverhalten des Kindes nicht mehr nachvollziehen.

Fazit:
Positiv festzuhalten ist, dass der Kinderschutz jetzt in allen Windowsversionen enthalten ist. Die Umsetzung bekommt von mir die Note ausreichend, in Punkto Datensicherheit aber ein ungenügend.
Bei Apple befinden sich alle Bestandteile der Kindersicherung unterhalb der Systemeinstellungen an einem Fleck. Sie sind feingranular einstellbar und die Daten bleiben auf dem heimischen Rechner. Die Kindersicherung am Mac ist somit für mich der klare Sieger in diesem kleinen Vergleich.

Der beste Schutz ist allerdings, wenn man gemeinsam mit dem Kind den Computer und das Internet entdeckt und sie auf Gefahren hinweist. Im Straßenverkehr macht man es ja auch.

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Oct 27

Der Urlaub ist vorbei – leider. Ein wenig verspätet, aber dafür mehr an der Zahl kommen die “weekly links”:

jQuery-Accessible-RIA – (barrierefreies jquery)
AJAX Frameworks und Barrierefreiheit sind momentan noch 2 Dinge, die nicht so recht miteinander vereinbar sind. Dass es auch anders geht, zeigt dieses auf GitHub gehostete Projekt.
Symfony Components – Standalone libraries for PHP
Symfony ist eines dieser schönen neuen Frameworks für PHP. Das Projekt hat ein paar Komponenten zur Verfügung gestellt, die sich auch ohne Installation des kompletten Frameworks nutzen lassen. Ich bin schon gespannt, auf den angekündigten Request Handler.
PHPUnit mittels PTI in Eclipse einbinden
Eine Anleitung, um das Testing Framework PHPUnit in Eclipse einzubinden.
SystemRescueCd
Die Rettungs CD mit vielen nützlichen Tools, wenn der PC mal Probleme machen sollte.
Raphaël—JavaScript Library for svg and vml
Eine Javascript Bibliothek zur Erzeugung von Grafiken und Charts im SVG und VML (Microsoft) Format. Sehr sehenswert.

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Sep 25

Um sich den Desktop eines entfernten Rechners auf seinen PC zu holen gibt es unterschiedliche Lösungen. Im Windows Umfeld gibt es RemoteDesktop für 1:1 Verbindungen und ansonsten den Terminal Server, für den gleichzeitigen Zugriff mehrere Benutzer den entfernten Desktop.
Ein großer kommerzieller Anbieter, der auch vielen bekannt sein dürfte, ist Citrix.

Möchte man kein Geld ausgeben landet man schnell bei VNC und seinen Derivaten (wie z.B. UltraVnc).

Ich persönlich nutze für Windows ebenfalls Microsofts eigene Lösung RemoteDesktop, da sie in Sachen Performance die Nase klar vorn hat. Für einen Linux Desktop (übrigens KDE auch weil er schneller ist als Gnome) musste ich dann allerdings auf VNC zurückgreifen.

Unzufrieden über die Performance dieser Lösung, habe ich schon die ganze Zeit nach einer Alternative gesucht und sie jetzt mit FreeNX von NoMachine gefunden. FreeNX ist nicht nur performanter, sondern geht auch in der Server Version schonender mit den Systemresourcen um. In der kostenlosen Version ist FreeNX auf 3 gleichzeitige Benutzer beschränkt (was mir persönlich aber auch reicht).

Nach dem download (für Kubuntu stehen auf der nomachine Seite *.deb Pakete zur Verfügung), müssen die Pakete für den Server Betrieb (also auf dem Linux System, was den Desktop bereitstellen soll) in folgender Reihenfolge eingespielt werden:

> sudo dpkg -i nxclient_3.3.0-6_i386.deb
    ...
    Paket libaudiofile0 ist nicht installiert.
    ...
# Auflösen der Abhängigkeiten
> sudo aptitude safe-upgrade
> sudo dpkg -i nxnode_3.3.0-22_i386.deb
> sudo dpkg -i nxserver_3.3.0-27_i386.deb

Danach steht der Server sofort zur Verfügung und kann benutzt werden. Für weitergehende Konfigurationen solltet Ihr Euch die Installationsanmerkungen unter /usr/NX/share/documents/server/install-notices durchlesen (rtfm :-) ).

FreeNX Client Optionen

Clients gibt es für Windows, Linux und MacOs. Sie lassen sich ebenso schmerzfrei installieren, wie der Serverteil. Im von mir benutzten Windows Client (den MacOs Client werde ich auch noch testen) kann man nach der Installation mittels eines Assistenten eine Verbindung zum Linux System aufbauen und dann sowohl den KDE (in seiner ganzen Schönheit) als auch einzelne Programme benutzen.



Andere Linux Desktops (wie Gnome oder XFCE) funktionieren natürlich genauso gut. :-)

Links:
Wiki ubuntuusers.de: FreeNX

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Sep 14

Für alte Linux Hasen ist das ein Klax, aber da man es meist pro Computer nur einmal macht, frage ich mich jedes mal beim Aufsetzen eines Rechners mit Windows und Linux – wie war das noch?

Eigentlich ist es gar nicht so schwer. Zuerst muss man die UID’s der Windows Partitionen ermitteln:

> sudo blkid
/dev/sda2: UUID="8A4831E44831CFA5" LABEL="Volume" TYPE="ntfs"
/dev/sda5: UUID="A020173420B4E2A8" TYPE="ntfs"

dann die Verzeichnisse für die Mountpoints erstellen:

> sudo mkdir /media/windows
> sudo mkdir /media/windows/C
> sudo mkdir /media/windows/D

dann die Datei /etc/fstab ändern um die Partitionen permanent einzubinden:

> sudo vi /etc/fstab
# Zeilen hinzufügen
UUID=8A4831E44831CFA5   /media/windows/C   ntfs-3g   defaults,nls=utf8,uid=0,gid=46   0   0
UUID=A020173420B4E2A8   /media/windows/D   ntfs-3g   defaults,nls=utf8,uid=0,gid=46   0   0

Für den mount wird der ntfs-3g Treiber benutzt, der bereits Bestandteil der großen Distributionen (getestet auf Kubuntu 9.04) ist. Was noch fehlt ist das eigentliche mounten:

> sudo mount -a

Fertig.

Links:
ubuntuusers.de – Windows Partitionen einbinden

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